MiraSolaris (de)

Eco Habitat Research Center in Mirapuri, Italy

FAQ

FAQ (Frequently Asked Questions – Häufig gestellte Fragen) – Stand 06/08

Die Erfahrungen zeigen, dass manche Aspekte des MiraSolaris Eco-Habitat Systems aufgrund seiner Neuartigkeit nicht für jedermann selbsterklärend sind und häufig Fragen aufwerfen.
Im Folgenden finden Sie unsere Antworten auf die häufigst gestellten und (nicht gestellten) Fragen.

 

Allgemeine Fragen zum MiraSolaris Eco-Habitat System

Fragen zu den thermischen Sonnenkollektoren

Fragen zum Erdspeicher

Fragen zur Außenwanddämmung (AWD)

 

 

ALLGEMEINE FRAGEN ZUM MIRASOLARIS ECO-HABITAT SYSTEM

 

  • Gibt es bereits Praxiserfahrungen mit dem MiraSolaris System?
    Ja.
    Diese Systemlösung wurde 2007 erstmals im Praxisbetrieb in Norditalien getestet. In diesem Testgebäude wurde eine enorme Solarenergieeffizienz gemessen und die Entwicklungen bis zur Produktionsreife vorgenommen. Seither wurden verschiedene Planungen für weitere Gebäude vorgenommen, die nun progressiv realisiert werden.
  • Ist das MiraSolaris System mit seinen großen Energieeinsparungen nicht teuer und nur für reiche Leute geeignet?
    Nein.
    Für das MiraSolaris System müssen nur 10% der Baukosten als Mehraufwand angesetzt werden, die sich durch staatliche Fördermittel und hohe Heizkosteneinsparung schon nach ca. 5 Jahren amortisieren können.
  • Eignet sich das MiraSolaris System auch für Selbstbauer?
    Ja.
    MiraSolaris lässt grundsätzlich alle Gebäude von dem Unternehmen SunTomorrow planen. Von dort erhalten Bauherren schriftliche Unterlagen, Pläne, Anleitungen und Manuals, mit denen das System auch vom „Häuslebauer“ installiert werden kann. Die Inbetriebnahme und Abnahme erfolgt immer durch MiraSolaris gegen Verrechnung des Aufwandes.
  • Bekomme ich Hilfe, wenn das System nicht einwandfrei funktioniert oder ausfällt?
    Ja.
    Es ist möglich, das MiraSolaris System fernzuüberwachen.
  • Was passiert bei Stromausfall?
    Dasselbe wie bei Ihrer anderen Heizung: rien ne va plus.
    Das MiraSolaris System ist aber „selbstsicher“, d.h. es können keine Schäden durch Systemüberhitzung auftreten. Sobald die Stromversorgung wieder aktiv ist, nimmt das System seine abgebrochenen Regelfunktionen automatisch wieder in Betrieb.
  • Mit welchen Heizsystemen kann ich das MiraSolaris System kombinieren?
    Mit allen.
    Das MiraSolaris System arbeitet unabhängig von dem von Ihnen betriebenen Heizsystem. Lediglich die Brauchwassererwärmung wird von beiden Systemen vorgenommen.
    Sie sind also mit der Wahl, auf welchem Wege Sie die Restheizenergie in Ihr Gebäude einbringen möchten völlig frei. Wir empfehlen eine CO2-neutrale Verbrennung von Pellets zur Raumbeheizung und Brauchwassernacherwärmung.
  • Lässt sich das System auch in Altbauten einbauen?
    Bedingt.
    MiraSolaris arbeitet derzeit an Solarlösungen für bestehende Gebäude und wird dafür seine Erfahrungen mit seinen Systemkomponenten im Neubaubereich nutzen.
    Grundsätzlich wird eine energetische Sanierung durch das MiraSolaris-System aber relativ große Umbaumaßnahmen und Kosten erfordern.
  • Was passiert, wenn einmal über lange Zeiträume im Winter schlechtes Wetter ist?
    Nichts.
    Ihr Heizsystem arbeitet wie gewohnt, allerdings wird mehr fossile Energie benötigt, weil die solare Grundtemperierung der Räume im Temperaturniveau abfällt.
  • Das System ist sehr einfach, warum ist da noch niemand früher darauf gekommen?
    Wissen wir nicht.
    Das Bestechende neuer, genialer Ideen liegt immer im Einfachen. Meist werden zuvor kompliziertere „Irrwege“ eingeschlagen, die aber schließlich doch die geistigen Wegbereiter des Einfachen sind. Nach der Erfindung des Rades hat sich der erstaunte Urzeitmensch sicher auch vor die damals noch etwas flachere Stirn geschlagen, nehmen wir an.
  • Ich habe zwei linke Hände und keinerlei technisches Verständnis; kann ich trotzdem Ihr System einsetzen?
    Ja.
    Eine von MiraSolaris programmierte intelligente Microprozessor-Systemsteuerung denkt für Sie, und das System erfordert keine Wartungsarbeiten. Bei Störungen sind wir immer für Sie da.
  • Ich habe gesehen, dass Sie ein Strommodul und ein Kühlmodul in Ihr System integrieren.
    Strom- und Kühlmodul befinden sich, in Zusammenhang mit dem MiraSolaris Eco-Habitat System, noch in der Testphase.   

     


 

 

FRAGEN ZU DEN THERMISCHEN SONNENKOLLEKTOREN

 

  • Im Winter benötigt das System viel Energie, aber die Sonne scheint wenig oder es ist sehr kalt; woher kommt dann die Energie?
    Im MiraSolaris Eco-Habitat System werden hocheffiziente Vakuum-Röhrenkollektoren eingesetzt, die durch ihre geringen Emissionen auch bei extrem kalten Außentemperaturen noch nutzbare Solarenergie ins System einspeisen können. Speziell kalte Tage sind zudem ja oft auch sehr klar und sonnenreich.
    Darüber hinaus verfügen die eingesetzten Kollektoren über hervorragende Diffuslichteigenschaften, durch die auch an bewölkten Tagen ohne direkte Solarstrahlung noch nutzbare Kollektorerträge in die Niedertemperatur-Systemspeicher eingebracht werden.
  • Wieviel Kollektorfläche benötigt das MiraSolaris System?
    Grundsätzlich nutzt das MiraSolaris System alle am Dach installierten Kollektoren, d.h. auch die für Brauchwasser installierten Kollektorfelder.
    Insgesamt empfehlen wir, je 8 m² Wohnfläche 1 m² Kollektorfläche vorzusehen. Ein Gebäude mit 100 m2 Wohnfläche sollte also mindestens 12 m2 Kollektorfläche aufweisen, wenn damit auch gleichzeitig Brauchwasser erwärmt werden soll.
    Größere Kollektorflächen können den fossilen Heizenergieverbrauch weiter über die 50%-Marke hinaus drastisch reduzieren.

 

 

FRAGEN ZUM ERDSPEICHER

 

  • Wird der Fußboden durch den Erdspeicher im Sommer nicht sehr warm?
    Nein.
    Der Erdspeicher nimmt zwar die gesamte sommerliche Energie der Kollektoren auf und erwärmt sich dadurch, ist aber nach oben mit 15-20 cm Styrodurdämmplatten sehr gut gedämmt. Außerdem sind die gemessenen Maximaltemperaturen an der Oberfläche der Fundamentplatte zu keiner Zeit höher als 35° Celsius, da die Energie ständig nach unten wandert. Noch in 6 m Tiefe können Temperaturveränderungen des Erdreichs festgestellt werden.
  • Verliert der Erdspeicher seine Energie über den Winter?
    Bedingt.
    Der Erdspeicher kann rechnerisch seine Energie bis zu 75% über den Winter speichern.
    Tatsächlich „verliert“ er einen Großteil seiner Energie langsam als Diffusionswärme in die angrenzenden Innenräume und dient deren Temperierung. Sein Temperaturniveau geht während der Winterzeit stetig zurück, unterschreitet aber normalerweise nicht 18° Celsius, und dient so während der Heizperiode immer als Dämmung gegen das Erdreich.
  • Kann man einen Erdspeicher auch bei Grundwasser einrichten?
    Bedingt.
    Sofern der Grundwasserpegel ständig mindestens 1,5 m unter der Gründungsplatte des Gebäudes liegt, kann ein Erdspeicher installiert werden. Andernfalls ist von einer Systemlösung mit Erdspeicher abzuraten.
  • Ich möchte mein Haus unterkellern; kann ich trotzdem einen Erdspeicher nutzen?
    Ja.
    Auch bei unterkellerten Gebäuden lässt sich ein Erdspeicher problemlos installieren und zur Wärmespeicherung nutzen. Sollte ein wirklich kühler Kellerteil gewünscht werden, sollte dort der Erdspeicher bei der Verlegung ausgespart werden.
  • Kann jeder Rohbauersteller für mich einen Erdspeicher anlegen? Ja.
    Mit unseren Dokumentationen und Anleitungen sowie unserer Abschlusskontrolle ist das für jedes Rohbauunternehmen möglich.
  • Wie lange halten die Wärmetauscherrohre des Erdspeichers und was mache ich, wenn ein Leck auftritt?
    Rechnerisch mindestens 99 Jahre.
    Der Hersteller dieser Spezialrohre gibt die errechneten Standzeiten der Rohre mit mindestens 99 Jahren an. Die Rohre liegen vollkommen geschützt eingeschlossen im Beton und werden grundsätzlich verbindungsfrei (Rollenware) verlegt. Auch bei Fußbodenheizungen werden derartige Rohre verlegt und nachträgliche Leckagen im Estrich werden inzwischen ausgeschlossen.
  • Kann ich das MiraSolaris System auch ohne Erdspeicher einbauen und nutzen?
    Nein.
    Der Erdspeicher ist eine Grundkomponente des Systemes, das ohne Erdspeicher ungefähr einem gut designten, hochmotorisierten Auto ohne Räder entspricht. Zwar irgendwie noch eindrucksvoll, aber sinnlos.

 

FRAGEN ZUR AUßENWANDDÄMMUNG (AWD)

 

  • Wozu brauche ich die AWD, eine starke passive Dämmung ist doch billiger?
    Das MiraSolaris Sonnenhaus ist grundsätzlich so aufgebaut, dass es thermische Sonnenenergie optimal nutzen kann. Gerade bei der AWD bedeutet das, dass Solarenergie schon bei einem Temperaturniveau von 20° Celsius zur Dämmung und Gebäudetemperierung durchschnittlich gedämmter Gebäude sinnvoll genutzt werden kann.
    Vielleicht fühlen Sie sich stärker zu der grundsätzlich andersgearteten Passivhausbauweise mit Hochdämmtechnologie hingezogen, dann sollten Sie sich besser mit den Spezialisten dieser Branche beraten.
  • Ich schlage gerne auch mal blind Nägel in die Wände oder teste die Tiefengängigkeit meiner neuen Schlagbohrmaschine vorzugsweise in den Wohnzimmerwänden.
    Davon raten wir dringend ab und empfehlen eher einen unverbindlichen Besuch bei einem Persönlichkeitsberater.
    Prinzipiell können Sie bis 6 cm Tiefe problemlos Dübel setzen und Nägel einschlagen.
    Für tiefe Verankerungen sollten Sie die Lage/Höhe der Rohre schon beim Bau in einem Plan notiert haben, damit eine versehentliche Beschädigung durch Sie oder Handwerker ausgeschlossen wird.
  • Kann ich mein Haus anstatt mit Holzfasermantelstein auch mit einem anderen Stein oder in Leichtbauweise bauen?
    Nein.
    Die MiraSolaris AWD-Speichertechnik lässt sich nur bei Massivbauweise nutzen und diese wiederum benötigt einen gutgedämmten „Hohlstein“ zur Einlegung der Rohre für die Einbringung der Energie der thermischen Sonnenkollektoren.
  • Ist der Holzmantelstein im Preisvergleich mit anderen Steinen teurer?
    Nein.
    Der Holzmantelstein ist bezogen auf einen Stein mit gleichem u-Wert nicht teurer und für eine solaroptimierte Bauweise vergleichsweise allen anderen Baustoffen überlegen.
  • Kann ich mit dem Holzmantelstein auch selbst bauen?
    Ja.
    Die Holzmantelsystemsteine werden einfach wie Legosteine mörtelfugenfrei aufeinandergesetzt und dann mit Beton von oben befüllt. Er eignet sich hervorragend zum preiswerten Selbstbau ohne nennenswerte Verarbeitungsrisiken. Dazu gibt es zahlreiche Erfahrungsberichte im Internet.
  
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